Schlechte Spiele – Wenn nur noch das Geld zählt

 

In letzter Zeit gibt es keine wirklich schönen Spiele mehr, da Sie bei Release zu viele Fehler haben, oder sie werden durch ein DLC-System zerstört.
Ich bin nicht der einzige den das stört, es gibt viele Spieler die damit nicht zufrieden sind, aber warum nehmen wir das eigentlich noch hin. Ist es nicht Zeit, dass Wir Konsumenten, uns dagegen währen sollten?
In dieser kleinen Kolumne werde ich den Trend der Publisher auf den Grund gehen.

 

Doppelter Gewinn mit Erweiterungen

Es ist mal wieder so weit. Publisher wie EA bringen ein neues Spiel raus, welches jeder gerne spielen will oder weil man dann nicht mehr dazu gehört wenn man das Spiel nicht spielt. Somit macht Publisher einen Millionen Umsatz alleine nur von einem Spiel.
Nehmen wir mal den Titel Call of Duty: Black Ops 3 vom Publisher Activision. Allein dieses Spiel bescherte dem Publisher einen Umsatz von 550 Millionen US-Dollar, und das alleine in den ersten drei Wochen nach Release.
Man könnte sich denken, dass der Publisher einen guten Umsatz an diesem Spiel verdient hat. Doch das ist nicht war. Alleine schon bei der Planung des Hauptspieles werden schon die kommenden DLCs mit einbezogen. Man hat nämlich die Möglichkeit direkt alle DCL in einem Pack zu kaufen für weitere 50 – 60 Euro oder man kauft sich die DLCs einzeln, was natürlich um einiges teurer ist als sich gleich so ein DLC Packet zu kaufen.

Ich sehe so etwas ganz kritisch, da man genötigt wird sich Erweiterungen zu kaufen um weiterhin Spaß am Spiel zu haben.
Aber nicht nur Activision kann das, auch andere Publisher wie EA und Ubisoft können dieses ganz gut.
Das gleiche System von Activision nutzt auch EA bei seiner Battlefield Reihe. Oder auch nicht zu vernachlassen ist die Sims Reihe, wo von Jahr zu Jahr mehr DLC kommen. Diese DLC kosten zwar nur 10 bis 20 Euro aber wenn man sich anschaut wie viele DLCs alleine raus kamen für das Spiel „The Sims 3“ kommen wir auch auf einen stolzen Preis. Für „The Sims 3“ kamen alleine 11 Haupterweiterungen raus und zusätzlich noch einmal 9 Accessoires-Packs raus.

Ich habe mal eine kleine Übersicht gefunden über die geplanten Gewinne beim Publisher EA

Geschickter macht hingegen der Publisher Valve das Ganze. Beim Spiel Counter-Strike: Global Offensiv gibt es ab und zu nach Spielrunden eine der zahlreichen Kisten. Diese Kisten kann man nur mit einem Schlüssel öffnen. Allerdings muss man diesen Schlüssel im eigenen Onlineshop für etwas über 2 Euro kaufen. Dieses klingt zwar nicht nach viel Geld doch wenn man alleine 4 Kisten auf machen möchte muss man schon fast 10 Euro investieren. Oftmals bleibt es nicht bei nur einer Kiste, denn der Spieler weiß nie was in so einer Kiste drinnen ist bzw. was er bekommt. Jedes Mal wenn ein Spieler eine Kiste öffnet ist es wie beim Glücksrad. Mit ein wenig Glück bekommt man eine Waffe im Wert von 10 bis 1000 Euro. Aber oftmals bekommt man eine Waffe die gerade einmal 20 Cent wert ist. Aber alleine dieses Gefühl wenn man kurz vor dem Hauptgewinn steht, aber trotzdem verliert motiviert es den Spieler weiter zu machen und noch eine Kiste zu öffnen.
Das Gleich kann man auch in einem Spielkasino beobachtet.
Irgendwann verliert man auch hier den Überblick und in kurzer Zeit hat man extrem viel Geld ausgegeben nur um ein paar Kisten zu öffnen.

 

Eine weitere Masche ist das Vorzeitige veröffentlichen von Spielen

Oftmals werden Spielentwickler von den Publishern dazu genötigt Spiele zu veröffentlichen obwohl sie noch nicht ganz fertig sind. Das liegt daran das die Publisher immer mit der Konkurrenz mithalten müssen. Ein gutes Beispiel sind hier die Spiele Call of Duty und Battlefield. Wenn man sich mal die Veröffentlichungstermine anschaut, der vergangenen Jahre, wird man feststellen dass die Spiele meistens im gleichen Monat herauskamen. Meistens nur mit einer Woche Abstand.
Allerdings heißt das auch, dass wir im Endeffekt noch nicht ganz fertige spiele bekommen welches sich dann beim Spielen so richtig bemerkbar macht. Neben vielen kleinen BUG kann es auch zu abstürzen kommen. Es kann sogar so weit gehen das sich das Spiel nicht mehr spielen lässt.
Die die zusätzlich unter den verfrühten Veröffentlichungen leiden sind die Spielentwickler. Diese müssen dann dafür gerade stehen, dass sie das Spiel verfrüht, mit den ganzen Bugs, auf den Markt gebracht haben.

Aber nicht immer sind die Spielentwickler so unschuldig. In letzter Zeit hat sich ja der Trend verbreitet Spiele in der Alpha heraus zu bringen. Dieses zeigt sich ganz häufig bei Spielen die durch Steam verbreitet werden. Oftmals sind es die so genannten Greenlight Spiele die eine sehr lange Zeit, bis zu einem Jahr, in der Alpha oder in der Beta bleiben.
Das eigentliche System dahinter ist zwar gut gemeint, doch wird es von vielen einfach nur ausgenutzt.
Der eigentliche Sinn hinter der vorzeitigen Veröffentlichung der Spiele auch „Early Access“ genannt ist einfach der, dass die Entwickler noch Geld benötigen um am Spiel weiter zu arbeiten.
Dieses Geld bekommen Sie indem sie als Referenz Ihr, noch nicht fertiges, Spiel zum Kauf anbieten. Hier kann man auch einen tollen Preis erzielen oder Später mit ein paar Sonderfunktionen gleich durchstarten. Aber leider wird, wie oben schon genannt, das Prinzip missbraucht. Auch wird nicht immer auf Kritik von Spielern eingegangen indem viele Spielentwickler einfach sagen, dass spiel sei ja noch in der Alpha bzw. in der Beta.

 

Meine komplette Meinung dazu

Ich bin kein wirklicher Fan von dieses Dingen. Aber die Ausrede dass es nichts bringt, wenn ich mich dagegen wehre, bringt überhaupt nichts. Eigentlich sollten Wir Gamer zusammen halten um das Ganze zu beenden, doch leider denken zwar auch viele negativ über die Vorgehensweisen von Publisher aber sie denken auch, das Sie nichts erreichen können.
Auch in der heutigen Zeit kennen viele jüngeren Gamer nur noch diese Methode. Ich komme aus einer Zeit wo man sich ein Computerspiel für 60 Euro bzw. 60 DM gekauft hatte und einen garantierten spielspaß von mehreren Wochen hatte. Ja gut DLCs kamen auch früher heraus, allerdings waren diese Erweiterungen eine sehr gute Ergänzung zum Spiel und brachten den Spieler noch einmal einen zusätzlichen Spielspaß von mehreren Stunden.

Ich kann auch nicht verstehen warum man jedes Jahr einen neuen Teil von Call of Duty oder Battlefield braucht. Ich finde das die Publisher lieber alle 2 -3 Jahre eine Fortsetzung machen sollten. In diesem Zeitrahmen hätten Sie dann auch mehr Zeit um sich eine gute Story zu überlegen, weniger Bug produzieren bzw. mehr Zeit Bugs vor Veröffentlichung des Spiels zu finden und natürlich an der Grafik zu arbeiten.
Wenn alle so denken würden wären schon längst mehr und bessere spiele auf dem Markt.

Was ich auch noch super finde sind die Greenlight Spiele allerdings als Crowdfunding Methode. Erst sich um die Finanzen sogen machen und frühzeitig anfangen sich das Geld zu beschaffen, als später einfach versprechen bzw. Spiele zu brechen oder zu versauen durch die ganzen Alpha und Beta Spielen.

Es wäre ja mal interessant zu wissen wie Du über die ganze Sache denkst.
Also trau dich. Schreib einfach einen Kommentar unter dieser Kolumne und Teile mir deine Meinung einfach mit, denn ich denke ich bin hier nicht der einzige der sich um so etwas Gedanken macht bzw. eine solche Meinung vertritt.

 

 

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